10 Jahre „Blinde Stellen“ – die Auflösung des Kapitalismus gestalten

 

Nach dem Ende meines Studiums 2007 habe ich angefangen als Künstler zu arbeiten. Mein Hauptinteresse war es, nach Dingen zu suchen, die den Kapitalismus auflösen könnten, keine einfache Frage – vor 10 Jahren noch weniger als heute. Ich habe erstmal eine ganze Zeit lang theoretisch gearbeitet, um Ansatzpunkte dafür zu finden. Nach einer Weile hatte ich etwas gefunden und habe es zusammengefasst in einem Vortrag namens „Blinde Stellen“.

Vor ein paar Tagen fiel mir der Text durch Zufall wieder in die Hände. Er ist in einigen Teilen schlecht gealtert in anderen erstaunlich gut. Die argumentative Rahmung und der Stil haben noch viel vom Universitätsstudenten, der ich zu der Zeit gerade aufgehört hatte zu sein. Aber die Kernerkenntnisse oder -ideen des Textes finde ich immer noch gleich inspirierend. Will man dazu beitragen, den Kapitalismus loszuwerden, dann findet man (oder finde ich) hier eine Orientierung für Experimente.

Darum entscheide ich mich dafür, den Text nochmal zu veröffentlichen. Unbearbeitet! Mit all den Merkwürdigkeiten die teils der Zeit (2009 – man beachte die Darstellung des Internets) teils meinem damaligen noch geringeren Erfahrungshorizont geschuldet sind.

Hier ist der Text:

Blinde Stellen .PDF | Blinde Stellen .DOC

Lizenzhinweis:

Der Text ist lizenziert unter CC-BY. Die Bilder sind von dieser Lizenzierung ausgenommen, weil ich an ihnen nicht die Urheberrechte halte und damals noch nicht auf die ausschließliche Verwendung von Creative-Commons-lizensierten Bildern geachtet habe.

Überblick

Die Blinden Stellen sind:

1. Externe Effekte
2. Unfähigkeit zur Nachhaltigkeit – zum Denken in langen Zeithorizonten
3. Unzulängliches Erkennen relevanter z.B. lokaler Besonderheiten und Bedürfnisse
4. Synergie- und Kooperationshemmend
5. Bildung und Menschsein

Eine Blinde Stelle ist etwas, dass der Kapitalismus nicht sehen und nicht fruchtbar und positiv bearbeiten kann und was er sich deshalb auch nicht einverleiben kann. Alles was man ansetzt, um etwas in diesen Stellen zu stärken, muss zwangsläufig etwas stärken, was dem Kapitalismus entgegensteht.

Ausführlicher im Haupttext